TO.GET.HER (3×1=1)
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TO.GET.HER (3×1=1)

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Uraufführung
eine Kooperation mit Theater Kosmos             

PREMIERE: Samstag, 21. November 2026, 20:00 Uhr
Weitere Vorstellung: Sonntag, 22. November, 17:00 Uhr

Mit: Bella Angora, Vivienne Causemann, Johanna Orsini, Anat Stainberg

Inszenierung/Text/Bühne/Kostüm: Bella Angora
Dramaturgie/Künstlerische Beratung: Haiko Pfost, Andrea Salzmann
Choreografie: Vivienne Causemann, Anat Stainberg
Video: Sabine Marte
Kamera: Hanna Kortus
Musik: Oliver Stotz, Bella Angora
Foto/Videodokumentation/Grafik: Sarah Mistura

TO.GET.HER (3×1=1) ist ein Projekt an der Schnittstelle von Theater und Performance über die Dynamiken persönlicher und gesellschaftlicher Fragmentierung.

Im Zentrum steht eine etwa 50jährige Künstlerin, deren Lebensweg in drei Zeiten betrachtet wird: die vergangenen 15 Jahre, die Gegenwart und eine imaginierte Zukunft – die kommenden 15 Jahre. Dabei treffen Erinnerungen auf Zukunftsutopien, Schattenanteile und Traumata drängen ins Bewusstsein, und letztendlich wird das selbstgesteckte Ziel formuliert: Ganzheit durch Integration.

Ihr Werdegang – geprägt von finanziellen Abgründen und der Suche nach künstlerischer Positionierung – wird zudem mit globalen Krisenphänomenen in Beziehung gesetzt. Persönliche und gesellschaftliche Spaltung spiegeln einander und werfen die Frage auf: Wie wichtig ist Kunst in Zeiten mannigfacher Krisen?

Auf ihrem Weg zu sich selbst verliert sich die Künstlerin immer wieder in absurden Fluchtmechanismen – in einer Welt, in der die Sonne immer scheint und hinter jeder Ecke ein potentielles Happy End wartet, oder in einem „Billig-Schöner-Wohnen“-Optimierungsprogramm für ihr Studio, denn: „An easy way to pimp up a room is to have new Kissen und Vorhänge!“

Wenn jedoch weder Eskapismus noch Selbstoptimierung Linderung im stresszerfressenen Alltag bringen, bleibt nur noch der ultimative Reality Check: Es ist was es ist. Die Kunst wird zur therapeutischen Maßnahme und befeuert einen inneren Entwicklungsprozess, in dem sie beginnt, sich abseits jeglicher Wertung mit all ihren Widersprüchlichkeiten anzunehmen.

Dabei wird der künstlerische Prozess selbst zum Modell für Integration: verleugnete Persönlichkeitsanteile und verdrängte Erlebnisse werden erkannt, miteinander in Beziehung gesetzt und zu einer neuen Form verbunden. Die persönliche Suche nach Ganzheit wird so mit der Frage nach gesellschaftlichem Zusammenhalt verschränkt.